Meiner Meinung nach hätte es nicht besser sein können. Wenn man ansonsten von der rauen Rhön spricht, war diesmal bei knapp 30 Grad nichts davon zu spüren, wenn überhaupt, dann am Grillstand oder in der Berggaststätte ;-).

Start war der Freitagabend mit einer kleinen Führung im Biosphärenreservat Bayerische Rhön durch das Schwarze Moor im Dreiländereck Bayern – Thüringen – Hessen. Für den ca. 2,7 km langen Bohlenpfad haben wir uns 2 Stunden Zeit genommen. Landschaft genossen, Ruhe und Aussicht. Hier und dort gab es ein paar Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte unserer Moore und welche Pflanzen richtige Hungerkünstler sind. Moore mindern Co2. Moore machen nur drei Prozent der weltweiten Landfläche aus, speichern aber doppelt so viel Kohlenstoffdioxid wie alle Wälder der Erde zusammen. Ihr Schutz lohnt: Werden Moore zerstört, setzen sie hohe Mengen klimaschädlicher Gase frei, einzigartige Tier- und Pflanzenwelten werden vernichtet. Des Weiteren konservieren Moore „Zeitgeschichte“. Jahrtausende Rückschlüsse auf Vegetations- u. Klimaverhältnisse wären durch Pollenanalyse möglich. Das Schwarze Moor wurde zum Glück nur unregelmäßig bis 1939 gestochen und dann unter Naturschutz gestellt.

Rückblick Schwarzes Moor

2. Wandertag Prismenwand am Gangolfsberg

Unser Rundwanderweg mit insg. ca. 13 km startete in Oberelsbach, verlief teils am Elsbach entlang bis hoch zum Naturlehrpfad am Gangolfsberg. Viele Anstiege waren zu überwinden, bis wir den höchsten Punkt an der Gangolfskapelle erreicht haben. Auf dem Weg dorthin kamen wir an Basaltsäulen oder auch Prismenwand genannt und Blockschutthalden vorbei. Alles Zeitzeugen aus dem Vulkanismus. Unsere Wanderroute verlief hauptsächlich durch den Wald, da haben uns die knappe 30 Grad nicht gestört. Vorbei an der Thüringer Hütte ging es teils über den Franziskusweg zurück zum Ausgangspunkt. Im Anschluß haben wir uns mit einem leckeren Abendessen in einem Berggasthof belohnt. Wandern und Einkehren gehören zusammen!

Rückblick 2. Wandertag Basaltsäulen Gangolfsberg

3. Wandertag Basaltsee – Hochrhön

Am Sonntag lagen dann 18 km vor uns. Ausgangspunkt war wieder das schöne Mühlencafe in Oberelsbach. Diesmal ging es über den Dünsberg hinauf bis zum Basaltsee. Dort haben wir versucht und es auch irgendwann geschafft an eine Bratwurst bzw. Steak zu kommen. Der „Grillmeister“ konnte anscheinend nur bis 4 zählen… naja, verhungert sind wir nicht. Anschließend ging es weiter Richtung Hochrhön. Tolle Weitsicht im Land der offenen Fernen. Am Schweinfurter Haus genehmigten wir uns noch ein Bierchen bzw. Eis und genossen die Aussicht auf den Landkreis Rhön-Grabfeld. Ich habe wieder mal festgestellt, dass unsere Rhön ein wunderschönes und vor allem nicht von Touris überlaufenes Wandergebiet ist. HERRLICH! Danke an alle Mit-Wanderer, es hat mir viel Spass gemacht und ich freue mich auf ein weiteres Rhön-Wander-Wochenende für Singles Ü40, ob in Bayern, Hessen oder Thüringen, Hauptsache im Biosphärenreservat Rhön!

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